Wie sehr wir uns auch bemühen, das Vertrauen eines Menschen zu gewinnen,
es liegt an uns selbst, erst mal Vertrauen zu schenken, bevor wir etwas erwarten.
Bin ich bereit den anderen so zu akzeptieren, wie er ist, ihn anzunehmen,
als gleichwertigen Menschen?
Mensch sein und die Würde des Menschen verlangt, dass wir einander nicht vergleichen.
Du bist da und ich bin dankbar dafür, dass ich dir begegnen darf.
Du bist anders als ich und alle anderen, die ich kenne und das ist gut so.
Du bist einzigartig und ich würde gerne herausfinden, wie ich Deine Einzigartigkeit erkennen kann.
Kann ich in Dir etwas von mir finden? Ich suche nach Dir. Ich gebe Dir Elemente meines
Lebens und bin glücklich, dass ich Dir etwas geben kann.
Ich suche Dein „wahres Ich „ – so wie Du sein willst.
Ich bewundere Deine Schönheit – sie ist mit nichts zu vergleichen.
Du bist schön, weil du – Du – bist – ich liebe Dich so wie Du bist.
Du hilfst mir, meine eigenen Wünsche und Hoffnungen zu erkennen,
indem Du mir Respekt entgegen bringst. In meinen Augen hast Du keine Fehler.
In Deinen Augen habe ich keine Fehler – weil Du mich so haben willst,
wie ich bin – pur. Für den anderen etwas zu sein, was man nicht wirklich ist,
ist sehr anstrengend und auf Dauer nicht zu erfüllen.
Sich so zu entwickeln, wie der andere es erwartet – geht eigentlich auch nicht.
Erwartung ist ... Fremdbestimmung... wer will das schon?
Persönliche Entwicklung braucht Geduld und Zeit und viel Liebe und Vertrauen.
Am Anfang war alles neu und schön. Unausgesprochen wurden Wunsch und Traum
Wirklichkeit. Die Zeit die wir zusammen waren, war ein Geschenk. Jeder Augenblick
Hatte etwas von Ewigkeit, Unendlichkeit – Zeit und Raum war nicht wichtig.
Die Worte waren süß, die Gesten ohne Makel. Waren die Geschenke noch so
Unpassend – sie waren Ausdruck des Miteinanderseins – eine alte zerrissene
Kinokarte hatte mehr Bedeutung als ein Urlaub in der Karibik.
Verletzungen geschehen ungewollt, weil wir uns nicht sicher sind, ob wir dem anderen
Zumuten wollen, sich mehr Zeit zu nehmen, mehr Geduld zu haben, die Gefühle
Mit dem Herzen zu prüfen und nicht mit dem Verstand. Wir leiden und lassen den anderen
Leiden. Wir hoffen, dass der andere wie am Anfang, die Wünsche von den Augen
Ablesen konnte, schon reagierte, wenn nur die kleinste Störung (auf der Verbindung
Der Gefühlsströme) zu erahnen war. Wir hoffen und warten. Inzwischen entsteht
Ein ungesättigter Bedarf, eine Leere und eine Sehnsucht, die scheinbar nicht
Erfüllt werden kann. Langsam verschwindet das Vertrauen – die Verletzbarkeit und
Der Wunsch das Leiden zu beenden ist nach und nach Hauptsache der Beziehung.
Wie ? – keiner weiß mehr genau, wo es begann und wie man es jetzt noch ändern
Könnte – da war auch noch der Sinn – nennen wir es den Sinn des Lebens –
Auch der ist jetzt verloren gegangen, weil das nötige Vertrauen nicht mehr da ist.
Das Ende könnte einen neuen Anfang ermöglichen. Die Entscheidung trifft einer,
der andere hat die Entscheidung schon lange getroffen aber nicht ausgesprochen.
Schade, wären wir dem dauerhaften Glück, der Nähe, Geborgenheit und einer
Gemeinsamen Zukunft nicht so nahe gewesen – was ist (nicht) passiert?
Haben wir nur die Erfahrung gemacht, die alle Menschen auf dem Weg der
Suche nach dem Sinn des Lebens und dem Glück machen?